Kriegsgefangenenlager innerhalb von Ostarbeiterlagern

Die Kriegsgefangenenlager waren in der Regel einfache Barackenlager. Für die Unterbringung von Kriegsgefangenen waren besondere Vorkehrungen vorgeschrieben. Sie waren ständig zu bewachen, so dass auch für die Wachmannschaften des Landesschützenzuges Unterkünfte bereit gestellt werden mussten. Die Wohnbaracken für sowj. Kriegsgefangene mussten vergittert, außen herum eingezäunt und mit einem elektrischen Warndraht umspannt sein. Nachts mussten die Behausungen absperrbar sein. Zwei Sammellager des Wehrkreiskommandos VII erfüllten diese Voraussetzungen:

 

Lagernummer Standort Betten
Lager VI:  Landsberger Straße (Ostarbeiter/Kgf.) 1.370
Lager XVI: Laim, Gotthardstraße (Kgf.-Lager) 300
Zusammen   1.670



Hinzu kamen die Kriegsgefangenenlager der Firmen, der öffentlichen Verwaltung - vor allem der Stadt München - und der Militärs (Heer und Luftwaffe). Ein Luftwaffenoffizier-Gefangenenlager (Oflag) befand sich ab November 1942 an der  Schwanseestraße  in unmittelbarer Nähe des Friedhofs am Perlacher Forst, weitere auf den Flugplätzen Schleißheim, Neubiberg und Fürstenfeldbruck, in der Fliegertechnischen Schule 3 in Schleißheim, beim Stab des Luftgaukommandos VII in der Kaulbachstraße 45 sowie in der Türkenschule.

Alle dort eingesetzten sowjetischen Kriegsgefangenen hausten in Kasernen. Dies galt auch für die in Wehrmachtsbetrieben arbeitenenden Kriegsgefangenen.

Die in der Flakbrigade 4 „diensttuenden Kriegsgefangenen“ hausten in den Stellungen Hasenberg, Ludwigsfeld, Obergrashof und Freimann und wurden von den jeweiligen Stellungsbesatzungen bewacht. 1)
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1) Alle Angaben aus: BA RW 21-37 - 3.

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